
Und so fing unsere Woche in Frankreich an… Es war noch fast nichts auf dem Lehrerparkplatz los. Doch nach und nach kamen immer mehr Schüler dazu. Es lag schon eine gewisse Freude bzw. Aufregung in der Luft. Langsam verabschiedete man sich von Familie und Freunden. Jetzt wartete man nur noch auf eines: den Reisebus. Plötzlich war ein lauterer Motor zu hören. Unser Bus fuhr in vollem Glanze in den Parkplatz ein. Man hätte unsere Gesichter sehen sollen. Als die Tür aufging suchte sich jeder sofort einen Platz aus. Nachdem das Gepäck verstaut wurde ging es endlich los. Winke, Winke ;)
Um punkt 21.00 Uhr fuhren wir vom Lehrerparkplatz ab und überließen uns einer langen Reise. Um 23.30 Uhr machten wir die erste Pause (Serways). Gegen 2.00 Uhr fuhren wir über die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. Die meisten schliefen zu der Zeit, waren aber froh, als sie die französischen Schilder erblickten. Um 4.00 Uhr blieben wir 30 Minuten bei einer Raststätte namens Autogrill, um eine große Pause zu machen. Damit es nicht mehr so lang dauerte, vertrieben wir uns noch die letzte Zeit indem wir uns einen Film ansahen. Die letzten zwei Stunden saßen alle sehr gespannt da und warteten nur noch auf die Ankunft. Um 16.00 Uhr kamen wir dann endlich am Collège Jean Guiton in La Rochelle an, wo man uns herzlich willkommen hieß. Die Fahrt war sehr angenehm und es gab zum Glück keinerlei Komplikationen.
Valerija E., 9C, Barbara S., 9C, Maxl W., 8C

Nach der
anstrengende Reise der letzten beiden Tage, hatten wir uns die
freie Zeit in der Familie der Austauschpartner oder mit Freunden
verdient. So gab es kein gemeinsames Programm und jedes deutsch-französische
Pärchen durfte selber entscheiden was es am Wochenende machen möchte.
So gingen einige schon an diesem Tag ins Aquarium andere auch erst
am nächsten. Manche fuhren auch in umliegende Städte oder zum Wasserskifahren
ans schöne warme Meer. Die meisten jedoch fuhren in die Altstadt
von La Rochelle um Shoppen zu gehen. Dort gab es viele verschiedene
Läden. Einige waren dieselben wie in Deutschland, jedoch gab es
auch andere.
Was uns schon aufgefallen war als die Franzosen bei
uns waren, ist ihre Größe.
Alle, sogar die älteren Jungs, waren kleiner
als wir Mädchen. So hatten die Größeren es echt schwer Klamotten
zu finden, die nicht nur von der Breite sondern auch von der Länge
her passten.
Mitten in der Stadt war auch ein Faschingsumzug mit
viel lauter Musik und Menschen in bunten und teilweise auch sehr
verrückten Verkleidungen. Man konnte sowohl die kleinen Kinder
mit Trommeln, wie auch Erwachsene mit Trompeten oder anderen Instrumenten
in den Straßen sehen.
Da es über 30 Grad hatte beschlossen wir an einen Strand zu fahren. In der Nähe der Innenstadt von La Rochelle gibt es nur Strände mit Kieselsteinen. Daher beschlossen wir ein sogenanntes Wassertaxi zu nehmen um an einen schönen Sandstrand zufahren. Also fuhren wir mit dem Boot an das andere Ende der Stadt, wo wir das schöne Wetter in unsern Bikinis richtig genießen konnten! Als wir dann im Meer baden wollten, rannten wir jedoch schnell schreiend wieder heraus, denn das Wasser war eiskalt.
Den Abend verbrachten wir in unseren Gastfamilien. Manche gingen typisch französisch Essen andere blieben jedoch auch Zuhause und bekamen dort gutes Essen!
Luisa N., Katharina B., Louisa B., 8C

Nach dem Frühstück gingen Alex und sein Austauschpartner Dylan zum Minigolf spielen auf den Campingplatz. Danach fuhren alle Schüler der Klasse 8c zusammen ins Aquarium, da La Rochelle sehr bekannt dafür ist.
Es war aber auch wirklich sehr groß und es wurden viele Fotos gemacht. Nach dem Besuch des Aquariums gingen wir durch die Stadt.
Am Nachmittag wollten wir uns eigentlich zum Minigolfen treffen, aber änderten unsere Pläne dann doch noch kurzfristig. Wir – Maxl, Bene, Felix, Alex und ein paar andere – gingen ins so genannte „Fußballstadion“. Das „Stadion“ bestand aus zwei Torgestellen ohne Netz und das Gras sah aus, als ob es nie gemäht werden würde. Es war auch sonst nichts zu sehen. Es gab eine französische und eine deutsche Mannschaft (sozusagen Nationalteams).
Wir besiegten die Franzosen mit 10:3, obwohl noch Freunde bei ihnen mitspielten und sie uns somit zahlenmäßig überlegen waren.
Nach dieser Partie gingen wir ins Footempo. Dies war eine Soccer-5-Arena im Miniformat, auch die Tore waren kleiner. Dort spielten aber beide Mannschaften gleich gut. Dann wurden wir alle nach Hause gefahren und Dylan und Alex spielten noch eine Runde Minigolf.
Benedikt K., Alex R., Felix S., 8C

Nach einem für alle erlebnisreichen Wochenende mussten wir früh
aufstehen um in die Schule zu gehen. Um 8 Uhr trafen wir uns zum
Frühstück im Collège Jean Guiton zusammen mit den Franzosen. Während
dem Essen hatten sich alle viel vom vergangenen Wochenende in
den Gastfamilien zu erzählen .Danach hielten wir alle Referate
über München ,Dachau , Garmisch, Traditionen in Bayern, über die
Spezialitäten, das KZ und die regionalen Seen. Der Direktor war
vom Referat über die Traditionen am meisten begeistert, so dass
diese Gruppe den Vortrag am Donnerstag noch einmal halten durfte.
Anschließend zeigten uns 4 Schüler der 5ième (das ist in Deutschland
ungefähr die 7. Klasse ) die Schule.
Ab 10 Uhr gingen wir alle
in 3er Gruppen in verschiedenen Klassen in den Unterricht, wobei
einige aber auch ins CDI (Bücherei und Computerraum) durften.
Um 12 Uhr trafen wir uns dann wieder mit unseren Austauschschülern
zum Mittagessen in der Schulkantine.
Nach der Mittagspause fuhren wir mit den Franzosen nach La Rochelle zu einer Stadtrallye. Diese
hat allen Spaß gemacht und man konnte die Stadt und ihre alten
Häuser kennenlernen. Die Gewinner der Rallye bekamen Preise. Als
wir schließlich am „Vieux Port“ankamen , gingen wir noch zur besten
Eisdiele von La Rochelle. Mit dem Bus fuhren wir zurück zum Collège
und verbrachten den restlichen Tag in den Gastfamilien.
Iris T., Svava G., Ruben S., 8C

Am Dienstagmorgen konnten wir bis 7.30 Uhr „ausschlafen“, da unsere
Austauschpartner erst um 9.00 Uhr Schulbeginn hatten. Um 9.00
Uhr sind wir, nur die Deutschen, mit dem Bus nach Esnandes gefahren.
Nach halbstündiger Busfahrt kamen wir beim „Maison de la mytiliculture“
an.
Wir schauten uns als erstes einen Film über die Muschelzucht
(la mytiliculture) an.
Danach haben wir die Ausstellungsräume
besichtigt und so Wissenswertes über Muscheln herausgefunden.
Zur Erleichterung der meisten Schüler mussten wir keine Muscheln
probieren! Am Ende des Museums befand sich ein kleiner Shop, indem
sich viele ein Souvenir gekauft haben.
Nach dem Museumsbesuch
warteten wir vor der Kirche auf unsere Führerin, die uns dann
durch die Kirche führte. Sie erzählte uns auch, dass die Kirche
zum Schutz vor Feinden zur Burg umgebaut worden war. Nach dem
Besuch der Kirchenräume stiegen wir eine kleine, enge, lange Wendeltreppe
hinauf. Oben angekommen genossen wir die Aussicht, obwohl ein
sehr kalter Wind ging. Von dort aus konnte man auch das Meer sehen,
zu dem wir nach einem Supermarktbesuch und einem anschließendem
Picknick noch gegangen sind. Nach unserer Wanderung gingen ein
paar Schüler Muscheln sammeln und andere trauten sich mit hochgekrempelten
Hosen ins Watt. Die Übrigen genossen einfach nur das Meer und
die Sonne.
Zurück, zurück, zurück, und zwar
zurück zum Bus, zurück zum Collège Jean Guiton und zurück nach
Hause. Dort haben wir zusammen mit unseren Austauschpartnern Wii
gespielt, wobei wir sehr viel Spaß hatten.

Am Mittwoch, den 13. April besuchten wir das Rugby-Stadion von La Rochelle.
Nach einem eineinhalb stündigen Fußmarsch kamen wir an. Der deutsche Kapitän
und Spieler der Mannschaft Robert Mohr führte uns durch das Stadion. Er
erklärte uns die Spielregeln und den Spielverlauf während alle auf den
Zuschauerbänken saßen und gespannt zuhörten: Ziel des Spiels ist es, den
Ball zu tragen oder zu kicken und dabei Punkte zu erzielen, indem man den
Ball über die Linien legt.
Anschließend besuchten wir neben den Backstagebereichen
auch die Spielerkabinen und den großen Fitnessraum des Teams, wo wir auch
‘‘trainieren‘‘ durften und uns Filmausschnitte von Spielen der Mannschaft
von Robert gezeigt wurden. Später durften wir ein paar Bälle auf dem Spielfeld
werfen und viele Fotos machen.
Am Nachmittag besuchten wir in Rochefort
ein Museum in dem ein altes Kriegsschiff, die „Hermione“ nachgebaut wird
(mit originalen alten Werkzeugen) und die für Besucher zu besichtigen ist.
Dann hatten wir eine Führung durchs Seilmuseum „la Corderie Royale“ in
dem wir auf die Frage ‘Wie entsteht ein Seil?‘ Antwort fanden. Kurz vor
dem Ausgang des Museums konnte in einem 3D-Kino die Geschichte der früheren
Schiffskapitäne und des nachgebauten Kriegsschiffes „Hermione“ angeschaut
werden. Um 16.30 Uhr kamen wir wieder an der Schule Jean Guiton an und
wurden von unseren Austauschpartnern erwartet.
Karina K., Lisa H., Dalia E., 8E
Am Donnerstag den 14. April machten wir alle zusammen mit unseren Austauschpartnern
einen Tagesausflug auf die Insel Ré. Um 9:00 Uhr ging es vom Collège aus
schließlich los und wir kamen um ca. 10:30 Uhr am Hafen der Insel an. Dort
wurden wir in deutsch-französische Gruppen eingeteilt und durften von 11:00
Uhr – 12:00 Uhr das Städtchen St-Martin erkunden.
Ab 12:00 Uhr sammelten
wir uns und machten uns gemeinsam auf den Weg zu einem Picknickplatz bei
einem Leuchtturm. Um 14:00 Uhr gingen wir zurück zum Bus um zu einem älteren
und größeren Leuchtturm zu fahren, dem Phare des Baleines, den wir schließlich
auch von innen besichtigten. Nachdem wir wieder unten angekommen waren,
gingen viele noch zu dem nahe gelegenen Strand. Als alle wieder im Bus
saßen, fuhren wir zum Collège zurück um dort an der Abschiedsfeier teilzunehmen,
an welcher auch die französischen Gastfamilien anwesend waren. Der Höhepunkt
der Abschiedsfeier waren die Plakate der deutschen und der französischen
Schüler und die Präsentation der Franzosen über den Aufenthalt in Dachau.
Barbara B., Jessica G., Franziska M., 8D
Zuerst trafen sich alle deutschen Austauschpartner vor dem Collège Jean Guiton. Dann fuhren wir per Bus zum Hafen La Rochelle, wo wir eigentlich auf unser Boot treffen sollten, das aber erst in den nächsten 45 Minuten eintraf. So konnten sich die meisten Schüler noch am Hafen Rationen für die große Fahrt kaufen, die noch bevorstand.
Nachdem das Schiff eintraf, fuhren wir um das Fort Boyard, das früher mal ein Gefängnis war. Heute ist es zum Beispiel der Schauplatz vieler Sendungen, wie die gleichnamige Sendung ,"Fort Boyard". Nach der Rundfahrt um das Fort konnte man schon vom Boot aus die Ile d´Aix sehen. Auf der Insel angekommen, eilten Frau Bröll und Frau Kloth-Reiling zum Fremdenverkehrsamt um unsere Ankunft für eine Inselrallye anzumelden. So brachte uns Michel Leroy zum Touristencenter. Nachdem wir dort angekommen waren, lehnten wir jedoch die Idee der Rallye ab, da wir lieber selbständig die kleine Insel kennenlernen wollten. So machten sich alle auf den Weg zum Strand, der sich in einer abgelegenen Bucht befand. Anschließend besichtigten wir in kleinen Gruppen die Insel. Schon in der ersten halben Stunde fiel den meisten auf, dass es auf der Insel keine Autos gab. Das liegt daran, dass die Insel so klein ist, dass es dort als Fortbewegungsmittel nur Fahrräder gibt. Wegen des heißen Tages, gönnten sich viele dort auch ein Eis. Nach den zwei Stunden Erkundung der Ile d´Aix, ging es zurück zum Boot. Auf der Rückreise zurück zum Hafen, schliefen die meisten bevor es hieß: ‘‘Au revoir, La Rochelle‘‘. Nach der Ankunft am Hafen und dem Heimweg zum Collège, gab es verständlicherweise viele Abschiedstränen bei den Mädchen, die aber Dank der Jungs nur eine halbe Stunde anhielten.
Alice R., Jennifer G., Oliver H., 8C
Am Freitag, den 15. April, stand die Rückreise auch schon vor
der Tür. Nach einem sehr tränenreichen, mit vielen Überraschungen gespickten
Abschied und zahlreichen Versprechen des Wiedersehens gings dann um
circa 18.30 Uhr mit etwa halbstündiger Verspätung los. Der Bus war,
wie bereits schon auf der Hinfahrt und während des gesamten Aufenthalts,
von der Firma Schilcher und daher bereits altbekannt und jedem vertraut.
Genauso wie bei der Fahrt eine Woche vorher ging es dabei über die französischen
Stationen Niort, Poitiers, Tours, Orléans, Metz und Strasbourg und die
deutschen Stationen Karlsruhe, Stuttgart und Augsburg.
Ungefähr alle
2 Stunden gab es dann auch Toilettenpausen, die oftmals bereits schon
sehnsüchtig erwartet worden waren. Außerdem gab es am Samstagmorgen
einen ausgedehnten, einstündigen Halt in der Nähe von Stuttgart, um
dort auf einer Raststätte zu frühstücken und bereits den Bus wieder
in einen einigermaßen anständigen Zustand zu bringen. Um 11 Uhr morgens
waren wir dann auch schon wieder am Lehrerparkplatz unseres Josef-Effner-Gymnasiums
in Dachau angekommen, wo wir von vielen Eltern, Geschwistern und Freunden
freudig empfangen wurden. Nach ingesamt 16 Stunden anstrengender Fahrt
stiegen dann auch alle sehr erschöpft und ohne viel Schlaf abbekommen
zu haben aus dem Bus. Gleichzeitig waren aber alle auch glücklich, die
Strapazen endlich überstanden zu haben, wieder heil auf heimischem Boden
zu stehen und sich endgültig in die wohlverdienten Ferien verabschieden
zu können.
Elisabeth W., Ludwig H., 9c
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