Nachgefragt Warum Musik aus "Herr der Ringe"? |
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In der Reihe der Wissenschaftlichen Vorträge am Josef-Effner-Gymnasium referiert der Musiklehrer Markus Kindermann heute Abend über die Filmmusik der "Lord of the Rings"-Trilogie. Mit der Dachauer SZ sprach er über Leitmotive und Publikumswirksamkeit. SZ: Wie entstand die Idee, die Filmmusik von "Lord of the Rings" vorzustellen? Markus Kindermann: Man hat mich allgemein gefragt, ob ich etwas für die Wissenschaftliche Vortragsreihe vorbereiten könnte. Ich dachte auf jeden Fall gleich daran, eine Filmmusik zu behandeln. Das ist einfach viel angenehmer als ein anderer musikwissenschaftlicher Vortrag. Man kann Filmausschnitte zeigen und das Publikum so auf ganz andere Weise ansprechen. SZ: Haben Sie gleich an "Lord of the Rings" gedacht? Kindermann: Zunächst nicht. Diese Filmmusik sagte mir anfangs recht wenig. Die Musik von "Star Wars", "Indiana Jones" oder auch "Harry Potter" ist auf den ersten Blick sehr viel eingängiger. Erst durch eine längere Beschäftigung mit den "Lord of the Rings"-Filmen habe ich langsam die Strukturen, die Leitmotivik der Musik durchschaut und erkannt, wie gut die Musik an vielen Stellen zur Handlung passt. SZ: Insgesamt sind das ja zehn Stunden Filmmusik. Welche Schwerpunkte setzen sie in Ihrem Vortrag? Kindermann: Ich werde mich vor allem auf die Hauptleitmotive konzentrieren, die in allen drei Filmen vorkommen. Das sind: Auenland, Ring und Gefährten. Hintergründe zu Filmmusik im Allgemeinen, zu Leitmotivik und musikalischer Analyse versuche ich an Hand von konkreten Audio- und Videoausschnitten zu vermitteln. Es soll ja unterhaltsam bleiben. Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass allzu lange Vorträge auf ein "Freizeitpublikum" ermüdend wirken, peile ich auch eine Vortragsdauer von nicht viel mehr als einer Stunde an. SZ: Haben Sie schon einmal einen Vortrag in der Wissenschaftlichen Vortragsreihe des JEG gehalten? Kindermann: Nein, heute Abend ist das eine Premiere für mich. Deswegen bin ich auch schon ein bisschen aufgeregt. Das ist ja bei solchen Sachen immer eine Gratwanderung zwischen Publikumswirksamkeit und Wissenschaftlichkeit. Ich hoffe natürlich, diese Gratwanderung gut hinzubekommen. SZ: Wie viele Zuhörer erwarten Sie heute Abend? Kindermann: Das kann man im vorhinein gar nicht so genau sagen. Ein paar Zusagen habe ich natürlich schon. Ich hoffe auch, dass das Thema viele anspricht. SZ: Was ist denn Ihre Lieblingsszene in "Lord of the Rings"? Kindermann: Da gibt es eigentlich viele. Manche sind von den Dialogen und Bildern her wirklich toll. Unter musikalischen Gesichtspunkten gefallen mir die Leuchtfeuer von Gondor im dritten Teil, "Die Rückkehr des Königs", sehr gut. Da spielt das volle Orchester das Gondor-Motiv und die Kamera zeigt aus Hubschrauberperspektive die Leuchtfeuer. Interview: Katrin Kaiser "Lord of The Rings. Die Filmmusik", Vortrag von Markus Kindermann in der Wissenschaftlichen Vortragsreihe am Josef-Effner-Gymnasium in Dachau, Donnerstag, 25. Februar, 19.30 Uhr. |